Energie-Psychotherapie & Achtsamkeit

Neues und Hintergründiges aus dem großen Feld der energetischen Psychologie.
Von Klopfakupressur über Intention bis zu Achtsamkeit.

Dienstag, 6. September 2016

Meditation verändert sogar die Gen-Aktivität

Top-Wissenschaftler untersuchen die Wirkung von Meditation ... mit erstaunlichen Ergebnissen!

1. Entspannung von einem hektischen Alltag ist positiv für Geist und Körper.

2. Meditation zeigt mehr tiefgreifende positive Geist- & Körpereffekte als Entspannung alleine, selbst bei Anfängern.

3. Meditation über längere Zeit bewirkt starke biologische Vorteile, unter anderem sogar ein möglicherweise langsameres Altern.

Zitat aus:
Meditation and Your Genes: Groundbreaking Study by Deepak Chopra & Top Scientists http://flip.it/5rOQo7
(Deutsche Übersetzung G. Stiehler)

Freitag, 27. März 2015

Wandern ist gesund? Aber nicht für den Geist.

Wandering-Mind, abschweifende, wandernde Gedanken. So nennt der Prof. Metzinger sein neues Forschungsgebiet ...

50% des Wachzustandes wandern unsere Gedanken ziellos durch die "Gegend". Tendenz vermutlich steigend. Das kostest Kraft, macht uns unkonzentriert und im schlimmsten Fall krank.

Der Spiegel hat eine schöne Zusammenfassung des jüngsten Interviews mit Prof. Metzinger veröffentlicht. Das Video finden Sie hier: https://vimeo.com/groups/infographics/videos/121976818

Vergessen Sie anschließend nicht, auch mal offline zu gehen. Warum, wird im Video erklärt.

:-)

Mittwoch, 25. Februar 2015

"Die Tafeln von Chartres" - Meditieren mit schielenden Augen.

Hier im Blog gibt es schon einige Artikel über Meditatoin / Achtsamkeit.

Es gab Artikel über Vipassana (Achtsamkeit) und Konzentration. Und ich habe in einem Artikel beschrieben, wie einzelne Sinne für die Achtsamkeit genutzt werden können.

Und heute gibt es etwas ganz anderes:

Meditation mit eingebautem Bio-Feedback. :-)


Und das relativ einfach, mit den sogenannten "Tafeln von Chartres".  Noch nie gehört? Die Technik ist auch nicht so sehr bekannt. Ich werde Ihnen zeigen, woher diese Idee stammt und Ihnen dann das Grundprinzip beibringen.

1.) Das Buch hinter der Technik. 


Zigeuner, Gostische Philosophie, antike Kathedralen mit geheimen Symbolen, die den Weg zur Erleuchtung zeigen? Das klingt ein bisschen wie ein Roman von Dan Brown. 


Die Kathedrale von Chartres(Bild von ireneed@wikimedia.commons)

Aber tatsächlich verwendet der Autor George Pennington in seinem Buch "Die Tafeln von Chartres" genau diese Zutaten. Er beschreibt, wie bestimmte Symbole, die v.a. in den Kirchenfenstern der großen Kathedrale von Chartres auftauchen als Schlüssel für eine bislang geheime Meditationstechnik dienen können. 

Nördliches Rosettenfenster der Kathedrale
(quelle: eusebius@wikipedia.commons)

Die Symbole sind ein Rechteck, eine Raute und ein Kreis. Diese Symbole ordnet Pennington in zwei Spalten nebeneinander an und nutz das so entstehende Bild als visuellen Anker für seine Meditation. 

Ob diese Meditationstechnik wirklich von europäischen Zigeunern überliefert ist, will ich nicht beurteilen. Aber Pennington beschreibt in seinem Buch tatsächlich einen ganz eigenen Zugang zu verschiedenen meditativen Bewusstseinszuständen und bietet dazu interessante Erklärungen.

Sie können sich das nicht vorstellen? Im Zweifel stöbern Sie mal in seinem Buch. Die Ideen sind interessant.

Das Bild, das er nutzt, sieht so aus und wie man damit meditiert, zeige ich Ihnen im nächsten Abschnitt.



2.) Einführung in die Technik. 


Können Sie mit den Augen willentlich schielen, so dass Sie doppelt sehen? Dann haben Sie schon alles, was Sie brauchen, um mit diesen Tafeln zu meditieren. Wenn nicht, zeige ich Ihnen später, wie Sie diese Fähigkeit schnell erwerben.

Durch eine leicht nach innen schielende Augenstellung, entsteht mit Hilfe der Tafeln von Chartres ein konzentrierter und gleichzeitig weicher Blick, ein "Blick ins Nichts", ähnlich wie bei der ZEN-Meditation oder der Meditationstechniken der Brahma Kumaris. Zusätzlich fördern die Tafeln mit ihren zweifarbigen Symbolen eine zunehmende Synchronisation beider Gehirnhälften.

Wie geht es also? Drucken Sie das Bild mit den zwei Symbolreihen in Farbe aus. Meine Variante liegt als pdf-Datei im A4-Format vor und sollte leicht zu drucken sein. 


  • Legen Sie das Blatt ca. eine Armlänge entfernt vor sich auf einen Tisch oder heften Sie es an eine Wand.
  • Setzen Sie sich entspannt vor das Bild und lockern für einen Moment alle Muskeln im Körper.
    Zwei- bis drei tiefe Atemzüge helfen dabei. Betonen Sie dabei vor allem das Ausatmen, indem Sie darauf achten, die Luft langsam und möglichst vollständig ausfließen zu lassen.
    (Nicht pressen, einfach fließen lassen!)
  • Nun beginnen Sie leicht zu schielen, während Sie auf die "Tafeln" schauen. Es entsteht ein Doppelbild, Sie sehen vier Reihen mit Symbolen. Gut so.
  • Schielen Sie jetzt etwas stärker (oder etwas schwächer), so lange, bis sich die mittleren zwei Reihen überlappen. Sie sehen dann drei Symbolreihen nebeneinander.
    Diese Illusion entsteht durch den Versuch Ihres Gehirns, den verschobenen Bildern eine Realität zuzuordnen. 
  • Nun halten Sie diesen "weichen" Blick eine Weile aufrecht. Das wird mit ein wenig Übung immer leichter.

    → Das ist der Einstieg in Ihre Meditation mit den "Tafeln von Chartres. 
Glückwunsch.

Jetzt können mehrere Dinge passieren:

Sie verlieren den Fokus.

Dann springt das Bild zurück auf die tatsächlichen zwei Reihen, oder sie sehen wieder vier Reihen. Macht nichts! Das ist das eingebaute Bio-Feedback dieser Technik. Sie waren abgelenkt, haben kurz an etwas anderes gedacht. Das wird immer wieder vorkommen, wenn auch zunehmend seltener.

Fangen Sie einfach wieder von vorne an und schielen Sie, bis die mittlere Reihe wieder da ist.
Und halten Sie den Blick!

Die Farben der mittleren Reihe verändern sich.

... je nachdem welche Gehirnhälfte gerade aktiver an der Wahrnehmung beteiligt ist. Das ist OK. Behalten Sie den Blick bei, beobachten Sie - ohne zu bewerten - wie sich die Farben verändern.
Und halten Sie den Blick!

Die Farben der mittleren Reihe verschmelzen zu Violet. 

Das zeigt, das beide Gehirnhälften zunehmend snychron arbeiten. Sehr gut.
Halten Sie den Blick!

Die äußeren Reihen verblassen und Sie sehen nur noch eine einzige Reihe.

Auch das ist sehr gut. Der Blick wird zunehmend weicher und die innere Haltung ruhiger.
Halten Sie den Blick!


Ganz unterschiedliche Emotionen, Erinnerungen oder auch Ideen tauchen auf. 

Wunderbar. Das gehört zur Meditation dazu. Rüdiger Dahlke sagt oft: "Beim Meditieren taucht die Erleuchtung auf ... oder das, was ihr im Weg steht."

Nehmen Sie also alles, was jetzt auftaucht wahr, ohne zu bewerten.
Und ... halten Sie den Blick!


Das war die kurze Einführung in die Meditation mit den Tafeln von Chartres.
Viel Erfolg damit. Und ich würde mich freuen, von Ihren Erfahrungen zu hören.


Samstag, 13. Dezember 2014

Was verraten uns unsere Träume über uns?

Auf www.soundcloud.com ist ein Mittschnitt des 56. Zeitforums Wissenschaft vom 08.12.2014 zu hören.
  • Dr. Brigitte Holzinger, Psychologin, Leiterin des Instituts für Bewusstseins- und Traumforschung in Wien,
  • Stefan Klein, Wissenschaftsautor „Träume – Eine Reise in unsere innere Wirklichkeit“,
  • Felix de Mendelssohn, Psychoanalytiker und Traumexperte, Buchautor „Der Mann, der sein Leben einem Traum verdankte“ und
     
  • Prof. Dr. Thomas Penzel, wissenschaftlicher Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums an der Charité Berlin 
unterhalten sich über den Stand der Wissenschaft zum Thema "Träumen".

Das ist unbedingt hörenswert. :-)

Gesprächsleitung:
 Uli Blumenthal, Redaktionsleiter "Forschung aktuell", Deutschlandfunk
Andreas Sentker, Leiter Ressort Wissen, DIE ZEIT

Direkter Link zur Soundcloud:

Was verraten uns unsere Träume über uns

Mittwoch, 19. Februar 2014

Schützt Religion vor Depression?

Belastet aber nicht depressiv?

Die Ärztezeitung berichtet von einer interessanten Studie:

NEW YORK. Wem Religion und Spiritualität besonders viel bedeuten, bei dem spiegelt sich das offenbar auch in der Dicke des Kortex wider. Bereits 2012 hatten die Wissenschaftler um Dr. Lisa Miller von der Columbia-Universität in New York in einer prospektiven Studie über zehn Jahre festgestellt, dass familiär belastete Probanden, für die Religion besonders wichtig ist, ein um 90 Prozent geringeres Risiko für eine Major-Depression haben als Menschen ohne den Hang zu Religion und Spiritualität.
Zitat: Ärzte-Zeitung (18.02.2014 / Hervorhebung von mir).
Das wurde jetzt in einer Langzeitstudie untermauert. "Menschen mit einem starken Interesse für Spiritualität haben eine geringeres Risiko, depressiv zu werden." Das scheint mehr für Menschen zu gelten, die ein persönliches Interesse in Religion bzw. Glauben haben, als für Menschen, denen es eher um "Liturgie und Zugehörigkeit" geht.

Die Studie belegt nur einen Zusammenhang, wo hier die "Henne" und wo das "Ei" ist, kann sie von ihrer Art her nicht beschreiben. Aber sie wurde sowohl an Menschen mit einem hohen familiären Depressions-Risiko, als auch an Menschen mit einem niedrigen Risiko untersucht.

Und mich fasziniert diese Studie. Sie kommt aufgrund von MRT-Aufnahmen und Hirnphysiologie zu ähnlichen Ideen wie der Wiener Psychiater und Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse Viktor Frankl nach seinen Erfahrungen im Konzentrationslager des zweiten Weltkrieges.

____

Den Artikel der Ärzte-Zeitung finden Sie hier:
Dicker Kortex: Schützt Religion vor Depression?

Die Studie wurde veröffentlicht vom JAMA-Network (Journal of the American Medical Association) in der Rubrik Psychiatrie: JAMA Psychiatry 2014; 71(2): 128-135